Karl-Heinz Metzger

Klarinette

Karl-Heinz Metzger am 19.10.2008

geb. 31.8.1954 in Lahr/Baden

Ich habe KiezKlezmer im März 2007 kennen gelernt und war sofort begeistert. Nachdem ich meine Klarinette fast 20 Jahre lang kaum noch gespielt hatte, konnte ich sofort einsteigen und in dieser wunderbaren Gruppe endlich wieder aktiv musizieren.

Gerhard hat mit seinen Arrangements für uns und mit seiner Probenarbeit perfekt die Balance zwischen Anstrengung und Freude an der Musik gehalten. Wir haben viel bei ihm gelernt, nehmen unsere Musik ernst und haben gleichzeitig viel Spaß damit.

Nachdem ich bereits die obligatorische Blockflöte und Akkordeon gelernt hatte, begann ich mit 13, in der Blaskapelle im badischen Kappelrodeck, wo ich aufgewachsen bin, Klarinette zu spielen. Später habe ich in Berlin bei Wolfram Stöckhardt mehrere Jahre klassische Klarinette gelernt, im Orchester der Musikschule Reinickendorf, im Bläserquintett und in Duetten mit einem Pianisten und einer Flötistin gespielt.

Als ich 1986 meine Arbeit als Pressesprecher des Bezirksamtes Wilmersdorf begann, war erst einmal Schluss mit der aktiven Musik.

Die Klarinette war immer mein Lieblingsinstrument – wahrscheinlich seit ich „Petite Fleur“ von Sidney Bechet gehört habe.

Klezmermusik habe ich 1984 kennen gelernt, als Giora Feidman in der Freien Volksbühne in dem von Peter Zadek inszenierten Stück „Ghetto“ spielte. In der Pause habe ich mein erstes Klezmer-Notenheft gekauft und von Giora Feidman signieren lassen. Später haben mich vor allem die Klezmatics begeistert, dann Helmut Eisel und viele andere.

An der Klezmermusik gefällt mir, dass sich sowohl Laien mit viel Spaß darin versuchen als auch Virtuosen persönliche Ausdrucksmöglichkeiten finden können. Mit Elementen aus Jazz, Rock, Orient, Osteuropa, Tango und Klassik hat sich die Klezmermusik wunderbar weiter entwickelt.

Ich selbst mag fast jede Art von Musik, wenn sie etwas zu erzählen hat. Zu meinen Favoriten gehören die Bach-Kantate „Aus der Tiefe …“, die 4. Sinfonie von Gustav Mahler, „Round midnight“ in der Version von Eric Dolphy, „Hercab“ von Gianluigi Trovesi und „Have you heard“ von John Mayall und Eric Clapton.

Zu meinem Akkordeon greife ich nur noch sehr selten, Blockflöte und Gitarre habe ich schon lange nicht mehr angerührt, aber ich spiele regelmäßig Jazz, Blues, Pop und Folklore mit anderen Musikerinnen und Musiker im Duett, im Trio oder im Quartett. Bei unserem Musikfest am 18.7.2009 haben wir zum ersten Mal meine Tochter Tanja begleitet und waren ganz begeistert, wie wir spontan musikalisch zueinander gefunden haben. Weil Tanja in München lebt, arbeitet und singt, bleiben solche Erlebnisse selten – um so schöner sind sie.